Klaus Spindler Kunsthandel

Marianne_von_Preussen-Rauch_72dpi

Christian Daniel Rauch (1777-1857), Werkstatt )

Porträtbüste Prinzessin Maria Anna Amalie (Marianne) von Preußen  (geb. Prinzessin von Hessen-Homburg ,1785-1846)

Verkleinerte Ausführung des Originalgipses in Carrara-Marmor, H 45 cm mit Sockel, unbez.

Streng von vorn und mit sicherem Blick für Effekte modelliert Rauch im Herbst 1811 die 26-jährige Prinzessin Marianne, Gattin des Prinzen Wilhelm von Preußen. Durch die Frontalansichtigkeit der Büste gelingt es ihm, die kunstvolle Korkenzieherfrisur  wirkungsvoll in Szene zu setzen und der standesgemäß Distanziertheit und Ruhe ausstrahlenden Prinzessin jenen Hauch von Charme und Weiblichkeit zu verleihen, der Ihre Büste über die eines reinen Hofporträts erhebt.

Diese Büste ist die einzige bekannte Marmorfassung des Originalgipses. Eine veränderte Fassung, in Form einer mit einem Gewand drapierten Hermenbüste, von Rauch 1812 in Marmor in Carrara ausgeführt, befindet sich zusammen mit dem Originalgips in der Berliner Nationalgalerie.

Maria Anna Amalie, gen. Marianne od. Prinzessin Wilhelm heiratete am 12.1.1804 ihren Vetter, Friedrich Wilhelm Karl Prinz von Preußen (1783-1851), den jüngsten Bruder Friedrich Wilhelm III. Die Familie lebte im Berliner Schloss und im Sommer auf ihrem Schloss Fischbach bei Hirschberg in Schlesien. Mehrere erhaltene Alben mit Zimmeraquarellen zeugen von diesem Leben.

Über Berlin hinaus bekannt wurde die Prinzessin vor allem durch Ihren 1813 während der Freiheitskriege erlassenen „Aufruf der königlichen Prinzessinnen an die Frauen im preußischen Staate“ und durch die Gründung des „Vaterländischen Frauenvereins“.

Von ihren 4 Kindern ist vor allem Maria als Gattin von Maximilian II. von Bayern und Mutter des „Märchenkönigs“ Ludwig II., erwähnenswert.

1846 starb Prinzessin Wilhelm in Berlin an einem „rheumatisch-nervösen“ Fieber.

Zu unserem Skulpturenangebot: Hier