Klaus Spindler Kunsthandel

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Reiterstandbild des Großen Kurfürsten.

Eisenkunstguss, Gleiwitz um 1828, schwarz gebrannt, aus mehreren Teilen montiert. Maße: 66 x 36 x 41 cm

Das von Andreas Schlüter (1660-1714) 1703 geschaffene Reiterdenkmal des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620-1688) befand sich ursprünglich auf der Langen Brücke in der Nähe des Berliner Schlosses. 1952 wurde es an seinem jetzigen Standort, den Ehrenhof des Schlosses Charlottenburg, wieder errichtet.

Der Bildhauer August Carl Eduard Kiss (1802-1865) erstellte, nach exakter Vermessung des Standbildes, ein erstes, verkleinertes Modell, das auf der Berliner Akademieausstellung von 1824 vorgestellt wurde. Die Gleiwitzer Hütte, eine der königl. preußischen Eisengießereien, präsentiert dann 1828, ebenfalls auf der Akademieausstellung, die verkleinerte Reiterstatue des Kurfürsten als Eisenkunstguss. Sie ist im Gleiwitzer Preis-Courant von 1847 abgebildet.

Lit.: Die königliche Eisen-Gießerei zu Berlin 1804 – 1874, S. 58/59, Kat. 40. zurueck/back

Reiterstandbild Friedrich d. Gr., Theodor Kalide (1801-1864), Eisenkunstguss, Königl. Preuß. Eisengiessereien, H 67 cm, Berlin 1826

Das Modell des Reiterstandbildes des Preußenkönigs Friedrich des Großen hat der Schadow- und Rauch-Schüler Theodor Kalide wohl bereits 1822 gefertigt. Denn in jenem  Jahr vermerkte der Katalog der Berliner Akademie-Ausstellung  eine „Statue Friedrich II zu Pferde auf einem Postament“(Kat-Nr. 389), ohne allerdings einen Künstler zu nennen. Die wenig unprätentiöse Haltung des damals schon verehrten Preußenkönigs geht wohl auf die  Friedrich-II-Darstellung Daniel Chodowieckies auf seiner Graphik „Die Wachtparade“ von 1777 zurück Kalide gestaltete das Pferd jedoch erheblich realistischer und eleganter und erzielte durch den abgestuften, hohen Sockel eine denkmalhafte Wirkung. zurueck/back

 

Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) im Jagdkostüm zu Pferde. Zinkguss bronziert. Auf der Plinthe bez.: „Verlag von A. Meves Berlin“ und Waagen fec. 1855. H 65,5 cm, mit dem originalen, marmorierten Sockel Höhe insges. 160 cm.

 Friedrich Wilhelm IV. war auch ein passionierter Jäger. Die ungewöhnliche, weil bürgerlich wirkende, Statuette zeigt den König in entspannter Haltung im Jagdrock und mit Zylinder auf einem ebenso entspannt wirkendem Pferd in Ruhestellung.

Bei dem Künstler handelt es sich wahrscheinlich um den deutsch-baltischen, in Memel (heute Klaipeda) geborenen, Tierbildhauer Max Arthur Waagen (1833-1898 ?). Über den Künstler gibt es nur wenige Informationen.  Von 1861 bis 1887 stellte er im Pariser Salon seine fein ausgeführten und realistischen Tierfiguren aus. Sein Hauptwerk, die Bronze „Kabyle au retour de la chasse“, mit seiner naturalistischen Plinthe und dem Bezug zur Jagd zeigen eine Nähe zu unserem Werk auf. Ein M. A. Waagen wird auch als Schüler von August Kiß erwähnt (Ethos und Pathos).

Albert Anton Meves betrieb ab 1842 in der Chauseéstraße Nr. 86 in Berlin eine „Kunst-Eisen-und Zink-Gießerei und widmete sich erfolgreich dem Guss hochwertiger figürlicher Objekte.

Ein weiteres Exemplar unserer Reiterfigur - allerdings ohne Sockel - befindet sich im Berliner Schloss Charlottenburg, Raum 206. Sonstige Ausführungen sind nicht bekannt.

Ausst. Kat. Ethos und Pathos, Berlin 1990, Beiträge, S. 137, Anm. 23, S. 343 ff. (Zinkguss) zurueck/back

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Reiterdenkmal  Friedrichs des Großen      

Nach Christian Daniel Rauch (1777-1857)

Zink bronziert, Standplatte Holz ebonisiert, 84 x  48,5 x  38,3 cm. Unbez. Gladenbeck (?) um 1869. Die Firma Gladenbeck bot die Reduktion des Denkmals in den Größen 155, 84 und 41 cm in Zink und in Bronze an. Ein Exemplar in Zinkguss von 155 cm Höhe, bez. Gladenbeck u. dat. 1869, im Bestand der Nationalgalerie Berlin.

Reduktion in 1/16 Größe des 1851 enthüllten Berliner Friedrichdenkmals (H 13,50 m).

Ausst. Kat. Ethos und  Pathos, Berlin 1990, Kat.Nr. 196                                  Simson, Jutta von. Christian Daniel Rauch. Berlin 1996, Kat.Nr. 188        Giebel, Wieland (Hg.). Das Reiter- denkmal Friedrichs des Großen, Berlin 2007                                      Nationalgalerie. Das XIX. Jh. Bestands- kat. der  Skulpturen. Berlin 2006. Bd. 2, Nr. 845

 

König Friedrich Wilhelm IV. von Preussen mit dem Grundriss der Friedenskirche in Potsdam

Carl Cauer, um 1860, Zinkguss, Höhe ges.: 106 cm

Cauer schuf die ganzfigurige Statuette des Königs 1860, in Wiederholung der Portraitbüste von 1853. Der König trägt Uniform und voluminösen Mantel. In der linken Hand hält er eine Schriftrolle mit dem punktierten Grundriss der Potsdamer Friedenskirche: Ein Verweis auf seine künstlerischen Interessen, insbesondere auf seine Lieblingsrolle als Architekt und Bauherr.

Ein identischer Zinkguss befindet sich im Besitz des Hauses Preussen, Burg Hohenzollern, Hechingen (s. E-Mail von Ulrich Feldhahn, M.A., vom 19.12.2006).