Klaus Spindler Kunsthandel

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Jean Baptiste Métivier, Salonstuhl für die Residenz München

J. B. Métivier, 1781 Rennes - 1857 München, Architket, Kgl. Hofbaudekorateur und Baurat in Bayern

Buche, weiß gefasst, Stege, Schaftringe und Kugeln unter den Vorderbeinen vergoldet, Sitz und Rücken mit originaler Polsterung, Bezug erneuert, 90 x 48 x 60 cm, zwei Inventaretiketten der Residenz München

Dieser Salonstuhl gehört stilistisch zu einer Salongarnitur, die um 1818/1821 vom Schreiner Melchior Frank (1783-1855) zur Ausstattung des Audienzzimmers des Prinzen Karl von Bayern in die Münchner Residenz geliefert wurde (Hoyer/Ottomeyer, Die Möbel der Münchner Residenz). Zu diesen Garnituren gehörten üblicherweise Sofas, Armlehnstühle, Tabourets und eben diese Salonstühle, von denen bis auf dieses Exemplar keiner mehr nachweisbar ist.

Charakteristisch für den Entwurf sind die stark S-förmig geschweiften Rückenholme, die dazu gegenläufigen Hinterbeine und die elegant den Schwung des Beines aufnehmende, volutenartige “Nase” als Übergang zur geraden Zarge. Diese typischen Details, die den Charme des Entwurfs ausmachen,  finden sich identisch bei den für Métivier gesicherten Möbeln auf Schloss Ismaning (Abb. re.). Eine Zuschreibung des Salonstuhls an den Hofbaudekorateur  Jean Baptiste Métivier kann damit als gesichert gelten.

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Armlehnstuhl aus Schloss Ismaning

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